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Sun Themenflash: Java und der lange Atem des Internet
28. Mai 2009 Jonathan Schwartz kommt in seinem jüngsten Blog vom 18. Mai 2009 (1) sofort zur Sache. Kann Sun aus der Java Plattform den weltgrößten „App Store“ machen? Ähnlich zum iPhone App Store, wo Anwendungen für das iPhone herunterzuladen sind. Aus dem „Java Store“, so vermutlich der Name, sollen Kunden ebenso Applikationen von null bis vier Euro beziehen. Das Potential eines iPhone App Store misst sich am Absatz der Apple Telefone. 160 Millionen Smartphones sollen letztes Jahr insgesamt abgesetzt worden sein. Der Marktforscher Canalys meldet für das dritte Quartal 2008 einen Absatz von knapp 40 Millionen Geräten, wobei das iPhone sich mit 17,3 Prozent Marktanteil einen erstaunlichen zweiten Platz erobert hat (2). Nach Erhebungen von Strategy Analytics hat sich der iPhone App Store damit einen Anteil von 12 Prozent an den mobilen Anwendungen erobert (3). Bei einem Durchschnittspreis von 2,65 US-Dollar (4) je Anwendung dürfte sich nach Schätzungen vom Venture-Kapitalisten Lightspeed der Umsatz des App Store allerdings erst auf maximal 40 Millionen US-Dollar summiert haben (5). Die Möglichkeiten von Java oder Java FX Mobile auf Smartphones jedoch sind ungleich höher, denn Java setzt plattformunabhängig auf vielen Betriebsystemen und verschiedenster Hardware auf. Nach Schätzungen von Sun sind rund 2,6 Milliarden Mobiltelefone weltweit dank Java zu kleinen Computern mutiert. Überdies sind bis zu 800 Millionen PCs weltweit mit Java versehen. Dabei stammt zum Beispiel die Java Windows-Runtime von Sun selbst. Alles in allem schätzt Sun, dass es weltweit bis zu sechs Milliarden Java fähiger Endgeräte, einschließlich TV-Geräte und Blue Ray-Player, gibt. Die Einkünfte von Sun aus der Lizenzierung von Java an weitere Industriepartner erreichte laut jüngstem Quartalsbericht für das 3. Quartal des Finanzjahres 2009 (6) im Finanzjahr 2008 die Summe von 220 Millionen US-Dollar, im vergangenen dritten Quartal 2009 waren es allein schon 73 Millionen US-Dollar. Worauf Sun jetzt zielt, ist der Markt der kleinen Umsätze oder nach Chris Anderson: The long Tail of the Internet (7). Hier wird es die Masse machen. Die Zutrittsbedingungen für Entwickler zu diesem Markt sind äußerst günstig, so schreibt etwa Richard Mareijka (8) mit Investitionskosten von fast Null, einer sehr kurzen Lernkurve und der Chance, Millionen zu verdienen. Weitere Details zum Java Store werden anläßlich der JavaOne verkündet, die von 2. bis 5. Juni 2009 in San Francisco stattfindet. Mehr Infos unter: http://java.sun.com/javaone/index.jsp Schlagworte: Smartphones/ Java Store Quellen: Pressemitteilungen und andere Informationen von Sun Microsystems sind auf dem Internet unter http://de.sun.com/presse/ verfügbar. über Sun Microsystems
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