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Integrierte Kommunikation für die Gesundheit
Das Universitätsklinikum Heidelberg migriert sein Kommunikationssystem auf Sun Java CAPS Kirchheim-Heimstetten, 22. September 2008 – Java CAPS wird die automatische Aufbereitung und Verteilung von Laborbefunden, Diagnosen und Rechnungen nach dem internationalen Standard Health Level 7 (HL7) unterstützen. Die Klinik, die als Vorreiter beim Einsatz von Kommunikationsservern im Gesundheitssektor gilt, plant die Umstellung für das letzte Quartal diesen Jahres. Der Heiko4 (kurz für Heidelberger Kommunikationssystem) genannte Server verbindet über 20 Subsysteme via mehr als 50 Schnittstellen und sorgt für eine reibungslose Verteilung aller im Klinikalltag wichtigen Daten zu den entsprechenden Stellen. Neben Patientendaten durchlaufen Heiko4 unter anderem Laborbefunde, Diagnosen oder Rechnungen. Vier Laborsysteme senden in drei unterschiedlichen Formaten wöchentlich etwa 100.000 Befunde, die gefiltert, konvertiert und an fünf Subsysteme weitervermittelt werden. So werden aus den 100.000 Befunden 190.000 Befund-Nachrichten. Im zentralen Patientenmanagementsystem IS-H (SAP) mit dem klinischen Arbeitsplatzsystem i.s.h.med (Siemens/T-Systems Österreich) werden pro Woche etwa 75.000 patientenbezogene Ereignisse (z.B. Aufnahme, Verlegung, Entlassung, Änderung) ausgelöst, die aufgrund unterschiedlicher Nachrichtenformate zu 275.000 sogenannten ADT-Nachrichten führen. Heiko4 filtert, konvertiert und verteilt diese an die 20 Subsysteme. Das ergibt einen wöchentlichen Durchsatz von zirka einer Million ADT-Nachrichten. Datei basiert werden zudem Rechnungen, Prozeduren und Diagnosen für IS-H bereitgestellt. Auf diesem Wege werden im Monat ca. 400 Dateien übermittelt. Reibungslose Anbindung neuer Schnittstellen Stabiler Betrieb bei sehr hohem Datendurchsatz ist die Schlüsselanforderung an den Kommunikationsserver. Fast so wichtig ist aber die reibungslose Anbindung neuer Schnittstellen. Zuletzt wurden sechs neue Patientendaten- und drei neue Befundschnittstellen hinzugefügt. Aktuell testet das Universitätsklinikum eine Reihe weiterer neuer Schnittstellen nach dem HL7 Standard, wie die Anbindung von ISIS - der sektorübergreifenden Patientenakte. Der HL7 Order-Entry ist im Mai diesen Jahres in den Produktivbetrieb übernommen werden. Dokumentenversand nach HL7 Medical Document-Management (MDM) folgte im August. „Berater von Sun sind für diese Projekte jederzeit kurzfristig buchbar und sie leisten wichtige Unterstützungsarbeit, wenn wir das System um neue Leistungsmerkmale erweitern wollen“, erklärt Pilz. So kontrollieren die drei eingesetzten Integration-Server mittlerweile 73 Services und zirka 32 Queues und Topics auf dem Java Message-Server (JMS) Standard. Sie kommunizieren unter anderem mit IS-H, i.s.h.med, dem Archivsystem, dem Picture Archiving und Communication System (PACS), dem Labor-, dem Intensivdokumentationssystem, sowie Systemen der einzelnen Fachabteilungen. Zur ständigen Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur zählt nun auch die Migration auf Sun Java CAPS – der Integrationslösung von Sun Microsystems, die nach der SeeBeyond-Übernahme aus ICAN/eGate weiterentwickelt wurde. Sun hat gerade Java CAPS 6 auf den Markt gebracht. „Bei einigen Dingen mussten wir bisher etwas improvisieren – das liegt daran, dass wir technologisch in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle haben“, erklärt Pilz. „Im Laufe der Jahre haben sich unsere Mitarbeiter daran zwar angepasst, aber natürlich freuen wir uns sehr auf die leistungsfähigere Lösung.“ Die zunehmende digitale Standardisierung moderner medizinischer Dienstleistungen setzt voraus, dass die Infrastruktur stets auf dem neuesten Stand ist. Heiko4, der unter dem direkten Sun Vorgänger-Produkt ICAN 5.05 läuft, wird dann mit Sun Java CAPS dafür sorgen wird, dass das medizinische Personal alle wichtigen Daten jederzeit schnell und verlässlich zur Verfügung hat. Schließlich zählen im Krankenhaus oft Sekunden. Er wird technologisch auch auf die kommenden Anforderungen und Standards im Gesundheitswesen (z.B. CDA und WebServices im Gematik-Kontext sowie Fall- und Patientenaktenumfeld) vorbereitet sein. Dieser Text enthält 4660 Zeichen (mit Leerzeichen) und 603 Wörter.
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