Forschung und Lehre

Universitätsbibliothek Mainz

In der Universitätsbibliothek Mainz mit Sun Rays recherchieren

Seit 2002 verwendet die Universitätsbibliothek Sun Rays für die Katalogsuche, dem zentralen Zugangsinstrument zu ihren Beständen. Die Hauptvorteile der Ultra-Thin Clients für die Bibliothek liegen im minimalen Administrationsaufwand und ergonomischen, anwenderfreundlichen Arbeitsstationen bei einer hervorragenden Gesamtverfügbarkeit des Sun Ray Systems.Planung der Aufstellung weiterer Arbeitsstationen in einem zusätzlichen Rechercheraum. Die Besonderheit: Der Server stellt hier für jede Sun Ray ein virtuelles Betriebssystem bereit, so dass Anwender mit der vertrauten Benutzeroberfläche arbeiten können.

Anforderung

  • Hochverfügbare, wartungsarme, kosteneffiziente, sichere und anwenderfreundliche Infrastruktur für die Recherche von Studenten, Mitarbeitern und anderen Bibliotheksnutzern im Online-Katalog.

Lösung

Ein Server von Sun realisiert über einen angepassten Standardbrowser den Zugriff auf das Katalogsystem der Universitätsbibliothek Mainz. An diesen Rechner sind fast 50 Sun Rays im Campus und den Instituten angeschlossen. Ein zusätzlicher Rechercheraum soll über ein eigenes Netzwerk mit 20 Ultra-Thin Clients ausgestattet werden. Dabei stellt ein Server von Sun für jede Sun Ray eine eigene Betriebssystem-Instanz bereit.

Ergebnisse

  • Minimaler Administrationsaufwand und ergonomische, anwenderfreundliche Arbeitsstationen bei hervorragender Gesamtverfügbarkeit des Sun Ray Systems.
  • Für jede Sun Ray ein virtuelles Betriebssystem, so dass Anwender mit der vertrauten Benutzeroberfläche arbeiten.

Produkte und Services

  • Sun Ray 1 Ultra-Thin Client
  • Sun Ray 2 Virtual Display Client
  • Sun SPARC Enterprise T5240 Server
  • Sun Enterprise 450 Server
  • Sun Fire X4600 Server

Ausführliche Referenz

In der Universitätsbibliothek Mainz geben sich die Besucher die Klinke in die Hand: 2007 verzeichnete sie rund 600.000 Ausleihen bei 57.400 Personen mit Leseausweis. Nicht nur Studierende und Mitarbeiter, sondern auch Bürger nutzen das vielfältige Angebot. Fast 50 Sun Rays für die Recherche im Online-Katalog hat die Bibliothek auf dem Campus und in den über die Stadt verteilten Instituten aufgestellt. Diese schlanken Arbeitsstationen bestehen aus einem Bildschirm, Tastatur und Maus. Rechenleistung und Speicher liefert ein Server von Sun im Rechnerraum der Zentralbibliothek, ebenso wie Betriebssystem, Daten und Anwendungen.

Für die Nutzer hat der Verzicht auf jegliche mechanische Hardware eine Vielzahl von Vorteilen: Die Geräte strahlen praktisch keine Hitze ab und sind aufgrund fehlender Lüfter und Festplatten komplett lautlos. „Mit den Sun Rays ist die sprichwörtliche Bibliotheksruhe eingekehrt, wie sie sich jeder konzentriert arbeitende Besucher wünscht“, meint Kurt Schreiner. Der DV-Leiter der Universitätsbibliothek hat bereits die Implementierung im Jahr 2002 verantwortet und ist seitdem von den Ultra-Thin Clients überzeugt. Dies nicht nur aufgrund der hohen Nutzerakzeptanz, sondern auch wegen geringen Platz- und Energiebedarfs sowie großer Robustheit.


Nicht nur die Bibliotheksnutzer wissen die geräuschlosen, hitzearmen Sun Rays zu schätzen, wenn sie im Online-Katalog recherchieren. Die Bibliothek profitiert von der Robustheit, hohen Sicherheit, langen Lebensdauer und dem geringen Stromverbrauch der Ultra-Thin Clients. Ich vergesse die Sun Rays immer, weil ich so gar keine Arbeit damit habe. Deswegen möchte ich sie nicht mehr Missen.
— Kurt Schreiner, DV-Leiter Universitätsbibliothek Mainz

Auf Administrationsseite zeichnet sich die Installation durch minimalen Pflegeaufwand im laufenden Betrieb aus. Durchschnittlich zwei HelpdeskHelpdesk-Anrufe monatlich erhält Schreiner, wobei die Probleme oft netzwerkbedingt sind oder auf Bedienfehler zurückgeführt werden können: „Ich vergesse die Sun Rays immer, weil sie praktisch wartungsfrei sind.“ Dies ist umso bedeutender, als der DV-Leiter mit einem Kollegen alle Server und Arbeitsstationen der Bibliothek, darunter viele zeitintensive PCs, am Laufen halten muss. Je geringer der Aufwand für den Betrieb, desto mehr Freiräume entstehen, um neue fachliche Anforderungen innovativ in der IT umzusetzen.

In Sachen Sicherheit können Ultra-Thin Clients ebenfalls punkten. Weil sie auf Laufwerke verzichten, sind die Sun Rays vor Datendiebstahl, Viren, Würmern und Trojanern geschützt. Deshalb kommen die Arbeitssta tionen heute in vielen öffentlichen Bereichen zum Einsatz. Limitiert hat die Bibliothek auch den Aktionsradius der Anwender. Er be schränkt sich auf die Nutzung des Online-KatalSelbst ökologisch betrachtet bildet die Sun Ray eine Alternative zum klassischen Rechner.

Die laufwerks- und lüfterlosen Geräte benötigen bei der Produktion weniger Werkstoffe und Energie. Laut einer Erhebung des Umweltbundesamts von Anfang 2008 würde die Umstellung eines Drittels der deutschen PCs auf Thin Clients pro Jahr eine Million Tonnen CO2 und rund 100.000 Tonnen Material sparen, speziell Metalle und Kunststoffe. „Außerdem ist die Stromreduktion signifikant“, meint Schreiner. Während des Betriebs verbraucht der Thin Client weniger als 20 Watt, ein PC dagegen – je nach Anschaffungszeitpunkt und Ausstattung – zwischen 150 und 400 Watt.

Zur ökologischen Nachhaltigkeit und Kostenreduktion tragen zudem die längeren Be - triebs zeiten bei, da die robusten Geräte nicht vom Stand der Prozessor- und Speichertechnologie abhängen. „Wir nutzen die Sun Rays, bissie nicht mehr funktionieren“, berichtet Schreiner. Die Arbeitsstationen verrichten im Schnitt viermal länger als ein PC ihre Dienste. Sollte wider Erwarten doch einmal ein Gerät ausfallen, so wird es ohne Konfigurationsaufwand ausgetauscht und der Arbeitsplatz ist sofort wieder einsatzbereit. In der Universitätsbibliothek war dies seit Einführung der Lösung erst einmal der Fall.

Zum Jahreswechsel 2009 wird sich der Administrationsaufwand dort weiter verringern. Weil Besucher und Bibliotheksverantwortliche die enorme Hitze- und Lärmentwicklung in einem der Rechercheräume beklagen, werden dort statt PCs zirka 20 Sun Rays zum Einsatz kommen. Bei dieser Testinstallation können Anwender nicht nur im Online-Katalog recherchieren, sondern haben über eine passwortgestützte Anmeldung auch Zugriff auf Windows-Anwendungen und arbeiten mit der vertrauten Benutzeroberfläche. Jede Sun Ray erhält dafür auf einem zentralen Sun Fire x4600 oder x4200 Server eine eigene Betriebssystem-Instanz, die sicher von den anderen abgeschottet ist. Als Virtualisierungsplattform soll die Lösung Virtual Desktop Infrastructure (VDI) von VMware, eingesetzt werden, die für eine bestmögliche Ausnutzung der Hardware sorgt. Die Instanzen sind in Dateien eingekapselte Komponenten, die sich einfach speichern, verschieben und kopieren lassen. Schreiner geht deshalb davon aus, „dass das Testsystem nach spätestens 50 Tagen in Betrieb gehen und jederzeit problemlos um neue Arbeitsstationen erweitert werden kann.“

Je mehr schlanke Clients sich die Server-Ressourcen teilen, desto schneller amortisiert sich die Anfangsinvestition und desto kosteneffizienter ist der Betrieb im Vergleich zum herkömmlichen PC. Updates muss die IT-Abteilung nur einmal einspielen und sie steht sofort für alle Ultra-Thin Clients zur Verfügung. Nicht zuletzt sind auch die Anschaffungskosten einer Sun Ray vergleichsweise gering. Aufzurüsten ist lediglich der Server, wenn die Performance durch eine steigende Zahl von Arbeitsstationen sinkt.

Zunächst betreibt das EDV-Team der Universitätsbibliothek die beiden Sun Ray Installationen auf getrennten Maschinen. Um Speicher und Rechenleistung noch flexibler und kostengünstiger nutzen zu können, wäre laut Schreiner langfristig eine Zusammenführung auf einem Server denkbar. Zuvor wird allerdings geprüft, ob Temperatur und Geräuschpegel im Rechercheraum durch den Aufbau der Ultra-Thin Clients merklich sinken. Dann wird über den weiteren Ausbau des Systems entschieden.

Schreiners Resümee: „Trotz aller Vorteile für die Administration sind wir in erster Linie den Bibliotheksbesuchern verpflichtet. Mit den Sun Rays bringen wir beides unter einen Hut.“

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