Gesundheitswesen

Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

Landesbank Baden-Württemberg halbiert E-Mail-Kosten und steigert Performance signifikant

Das Universitätsklinikum Magdeburg umfasst derzeit 26 Kliniken, in denen über 3500 Mitarbeiter als Ärzte, Wissenschaftler, Pflegepersonal und Verwaltungsangestellte beschäftigt sind.Die gesamte IT- Infrastruktur wird im Medizinischen Rechenzentrum (MRZ) gesteuert. Im Rahmen des Ausbaus des Klinikinformationssystems (KIS) obliegt dem MRZ insbesondere der Betrieb und die Betreuung der integrierten DV-Systeme und Verfahren. Die einzelnen Stationen sind also an 365 Tagen im Jahr auf funktionierende Datenverarbeitungssysteme angewiesen und die Daten über Patienten müssen überall im Haus sofort abrufbar sein. Dieser Service ist jedoch nur mit modernster, hochleistungsfähiger und jederzeit skalierbarer IT zu bewältigen. Durch vermehrtes Datenaufkommen in den Bereichen der Radiologie (PACS/RIS), der digitalen Pathologie und aller im Klinikum verwendeten Applikationen erwartet das Klinikum Magdeburg ein zu verwaltendes Datenaufkommen von 1 bis 1,5 PetaByte. Mit der Schaffung einer höchst modularen IT-Infrastruktur sollten vor allem statische Daten auf kostengünstige Bandmedien ausgebreitet werden, um den primären Online-Speicher nahezu konstant zu halten. Zentrale Herausforderung war das Management des hohen Datenaufkommens, ohne ständig in neuen Speicher zu investieren.

Anforderung

  • Management des hohen Datenaufkommens, ohne ständig in neuen Speicher zu investieren.

Lösung

Die SAN-Landschaft dient als Online Speicher für das Kurzzeitarchiv. Die Auslagerung von Daten wird mit SAM-FS realisiert. Für den Langzeitspeicher wird die Sun L500 Tape-Library auf LTO3 Bandtechnologie verwandt und nach Ablauf einer definierten Zeitspanne werden die Daten mittels HSM-Prozesses in den Langzeitspeicher Verschoben.

Ergebnisse

  • Extrem skalierbare SAN-Landschaft inklusive HSM.
  • Leichte Handhabung des Systems.
  • Gute Migtation und Anbindung an die eigenen Systeme.

Ausführliche Referenz

Das Universitätsklinikum Magdeburg umfasst derzeit 26 Kliniken, in denen über 3500 Mitarbeiter als Ärzte, Wissenschaftler, Pflegepersonal und Verwaltungsangestellte beschäftigt sind. Das Klinikum ist mit seinen über 1100 Betten das größte Krankenhaus im nördlichen Sachsen-Anhalt und betreut rund 150.000 Patienten jährlich in voll-, teilstationären und ambulanten Behandlungen. Das Zusammenwirken von medizinischer Forschung und ihrer klinischen Anwendung gewährleistet eine Krankenversorgung des höchsten Standards.

Die gesamte IT- Infrastruktur wird im Medizinischen Rechenzentrum (MRZ) gesteuert. Im Rahmen des Ausbaus des Klinikinformationssystems (KIS) obliegt dem MRZ insbesondere der Betrieb und die Betreuung der integrierten DV-Systeme und Verfahren.

Die einzelnen Stationen sind also an 365 Tagen im Jahr auf funktionierende Datenverarbeitungssysteme angewiesen und die Daten über Patienten müssen überall im Haus sofort abrufbar sein. Dieser Service ist jedoch nur mit modernster, hochleistungsfähiger und jederzeit skalierbarer IT zu bewältigen. Durch vermehrtes Datenaufkommen in den Bereichen der Radiologie (PACS/RIS), der digitalen Pathologie und aller im Klinikum verwendeten Applikationen erwartet das Klinikum Magdeburg ein zu verwaltendes Datenaufkommen von 1 bis 1,5 PetaByte. Mit der Schaffung einer höchst modularen IT-Infrastruktur sollten vor allem statische Daten auf kostengünstige Bandmedien ausgebreitet werden, um den primären Online-Speicher nahezu konstant zu halten. Zentrale Herausforderung war das Management des hohen Datenaufkommens, ohne ständig in neuen Speicher zu investieren.


Wir sind mit der Planung und Umsetzung des Projektes sehr zufrieden. Die beteiligten Unternehmen haben bewiesen, dass sie sowohl bei der konzeptionellen Beratung als auch im technologischen Transfer unsere höchsten Anforderungen realisieren konnten. Wir können bilanzieren, dass unsere Ambitionen, die Prozesse zu optimieren und die Radiologie vollständig zu digitalisieren, umgesetzt sind. Wir sind mit der skalierbaren Lösung auch auf das enorme Datenaufkommen von neueren Modalitäten sowie der digitalen Pathologie Vorbereitet.
— Wolf Henkel, Leitung MRZ Universität Magdeburg

Lösung für die Zukunft
Das Konzept für die neue Infrastruktur wurde vom Systemhaus Concat AG in Kooperation mit Sun Microsystems vorgestellt und das Teilprojekt I bereits im Januar 2006 produktiv übergeben. Das Projekt beinhaltet drei Teilstufen: Einführung einer leistungsfähigen und exrem skalierbaren SAN-Landschaft inklusive HSM, Virtualisierung der Infrastruktur und Archivierung von e-Mails und Files.

Die Infrastruktur bedient alle Kernprozesse des Klinikums ausfallsicher und gewährleistet, dass ausgelagerte Daten stets dem jeweiligen Online-Prozess zur Verfügung stehen. Das eingeführte HSM wird zukünftig auch für die Auslagerung von Daten für nachgelagerte E-Mail- und File-Archive eingesetzt.

Mitte 2007 implementierte die LBBW zwei Sun Fire T2000 Server mit T1 Prozessoren. Obwohl sich die Landesbank vorab über Referenzprojekte informiert hatte, blieben Riedel und seine Kollegen skeptisch: „Wir waren dann aber überrascht, welche Leistung die Winzlinge an den Tag legten.“ Im Rack benötigt ein Server gerade einmal zwei Höheneinheiten und kann dennoch fünf herkömmliche Systeme bei gleicher Performance ersetzen. Die Investition für beide Server lag bei der Hälfte der Wartungskosten für die Altlösung, so dass der Return-On-Investment bereits bei Inbetriebnahme erreicht war. Der „Server auf einem Chip“, wie er von manchen Kunden genannt wird, beschleunigt nicht nur Anwendungen, er spart auch Strom. „Den geringeren Energieverbrauch der Sun CMT-Technologie hatten wir bei unserer Entscheidung nicht berücksichtigt“, sagt Riedel: „Angesichts steigender Strompreise sind wir heute froh über diesen zusätzlichen Vorteil der Systeme.“ Der T1-Prozessor benötigt beispielsweise nur 72 Watt und damit nicht mehr als eine herkömmliche Glühbirne. Andere Anbieter, die mehr Leistung durch eine höhere Taktrate erzielen, können hier naturgemäß nicht mithalten.

Im Teilprojekt I wurde eine leistungsfähige und extrem skalierbare SAN – Landschaft mittels der Speichervirtualität konzipiert und vor Ort als Online-Speicher für das Kurzzeit-Archiv der PACS Lösung (radiologische Daten) eingesetzt. Das Management zur Auslagerung der Daten ins Langzeitarchiv wird mit dem Produkt SAM-FS von Sun Microsystems realisiert, für den Langzeitspeicher wird die LTO3 Bandtechnologie als zur Zeit günstigster Speicher verwendet. Nach Ablauf einer fest definierten Zeitspanne werden Daten mittels HSM-Prozess von Online Speicher auf günstige Langzeitspeicher verschoben, die Daten stehen jedoch weiterhin dem Online-Prozess zur Verfügung. Damit die Datenkonsistenz von Kurz- und Langzeitarchivdaten gesichert ist, wurde mit dem PACS-Hersteller die standardisierte API von SAM-FS eingesetzt. Darüber hinaus sichert SAM-FS durch diverse Schnittstellen die Anbindung der zukünftigen Prozesse. Migrationen erfolgen nun transparent und online, ohne Downtime. Der Endausbau sieht eine campusweite Datenbevorratung über zwei Rechenzentren vor.

„Bereits nach wenigen Tagen konnten wir das System eigenverantwortlich administrieren und an unseren komplexen Bedarf anpassen. Die Migration und Anbindung an unsere medizinischen Systeme, die hohe Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit aufweisen, ist sehr gut gelungen. Die Zusammenarbeit mit Sun als Hersteller und Concat als Systemintegrator hat gezeigt, dass unsere ganzheitliche Strategie, diese komplexen Projekte in Kooperation zu realisieren, voll aufgegangen ist“, bemerkt Dr. Harald Hofmann, Leiter der Abteilung Anwendungen und Systemintegration im MRZ.

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