Dienstleistungen

Lokalisten.de

Lokalisten.de: Fünf Freunde rollen Internet-Netzwerk auf 

Die neue Lösung entspricht den Anforderungen von Lokalisten.de perfekt. Dank der weiteren Skalierbarkeit deckt sie die künftigen und momentan in ihrer gewaltigen Dimension unvorhersehbaren Wachstumsschritte ab und garantiert den problemlosen Betrieb. Die "Try and Buy"-Aktion wiederum setzte die Hemmschwelle herab, solch ein System in ein Non-Profit-Unternehmen einzuführen.

Anforderung

  • Weiter skalierbarer, sehr zuverlässiger Applikations-Server, der die Anforderungen einer schnell wachsenden Internetplattform abdeckt.

Lösung

Die Lösung wurde von Sun Microsystems im Rahmen der "Try and buy-Aktion" geliefert. Dienstleister Spacenet setzte das System auf und nahm es in Betrieb. 

Ergebnisse

  • Problemlose Installation der neuen Anwendung.
  • Garantie weiterer Skalierbarkeit.
  • Bessere Downloadtimes für die Benutzer.

Produkte und Services

  • Sun Fire T1000 Server
  • Sun Fire T2000 Server
  • UltraSPARC T1 Processor

Ausführliche Referenz

Jeder kennt hier jeden: Dietmar Uli und Karin Sabine und Peter Andrea. Kein Wunder: www.lokalisten.de ist ein Online-Netzwerk von Freunden und Freundesfreunden. Wer hier drin sein will, muss eingeladen werden. Dann darf er sein Foto einstellen und ein kurzes Profil angeben. So gekennzeichnet, kann er loslegen und Freunden Mails schicken, nach potenziellen Tennis-Partnern im Umkreis seiner Postleitzahl suchen oder auch kurzfristig ein paar zusätzliche Abnehmer für den nicht leer werdenden Topf Spaghetti zum Abendessen einladen.

Gedacht war die Internet-Plattform eigentlich als virtuelles Wohnzimmer von fünf Freunden. „Wir wollten ursprünglich ein Loft anmieten, als Ort, um Freunde zu treffen, ohne sich ins nächste Lokal aufmachen zu müssen“, informiert Peter Wehner, Trendscout von Lokalisten.de. Ein Zwischending sollte es sein, zwischen der heimischen Couch und der öffentlichen Kneipe. Weil aber die Kosten das Budget der Freunde und sogar deren Freundesfreunde überschritten, entschieden sie sich, dieses Wohnzimmer erst einmal virtuell einzurichten. Schließlich gehört der Computer für alle sowieso zum Alltag. Als Versuchsballon sandten sie die Internetadresse an die engsten Freunde. Innerhalb kürzester Zeit war der Versuchsballon zum Selbstläufer mutiert. In das im Mai 2005 von fünf Freunden gegründete Online-Loft hatten sich binnen drei Wochen bereits ein paar hundert Kumpane eingemietet. Inzwischen sind es 175.000. Etwa 55 Prozent davon männlich, etwa die Hälfte Singles. Die Plattform wächst und wächst.

Wachstumsschmerzen: dritter Server nach drei Monaten
Und mit ihr die Anforderungen, die solch ein Netzwerk mit sich bringt: Der anfänglich angemietete Server ging schon einige Monate danach in die Knie. Um Kosten zu sparen, investierte das Gründerteam in der Folge zunächst in einen handelsüblichen x86-Server. Das ging genau zwei Monate gut, dann traten hier ebenfalls die ersten Probleme auf. „Unsere Plattform ist quicklebendig“, erklärt Norbert Schauermann, bei den Lokalisten zuständig für Marketing und Kooperationen. „Die User holen nicht einfach nur ihre E-Mails ab, sondern klicken sich dabei regelmäßig durch die Community.“ 30 bis 40 Clicks pro eingeloggtem Benutzer sind an der Tagesordnung, die Anforderung an die Rechenperformance und Antwortzeiten des zugrunde liegenden Servers dementsprechend hoch. Daran scheiterte schließlich auch Server Nummer zwei. Es folgte Server Nummer drei: eine sechs Jahre alte Maschine von Sun Microsystems, die dem System als Webserver vorgeschaltet wurde, um kurze Reaktionszeiten zu gewährleisten. Zu dieser Investition hatte der Münchner Dienstleister Space.Net geraten, der das Projekt als Hauptsponsor unterstützt und die Systeme der Lokalisten in seinem eigenen Rechenzentrum betreibt.


Die Entscheidung wäre letztlich wahrscheinlich wieder auf eine gebrauchte Maschine gefallen, wenn wir nicht von der Aktion „Try and Buy“ gehört hätten. 60 Tage kostenlos probenutzen und erst dann kaufen, das war genau das, was unseren Vorstellungen entsprach.
— Peter Wehner, Trendscout Lokalisten.de

Damit war erst einmal Ruhe an der Rechnerfront, bis vor etwa vier Monaten oder, anders gesagt, bei etwa 2.500 gleichzeitig eingeloggten Besuchern, ein neuer „Bottleneck“ auftauchte: diesmal nicht bei dem Webserver, sondern auf der Applikationsseite.

Nichts ging mehr. Und die Fragen der Online- Gäste häuften sich: „Was macht Ihr da eigentlich, warum ist die Website regelmäßig tot?“, erinnert sich Schauermann. Auch dass das Team rechenintensive Features kurzer Hand aus dem Angebot entfernte, half nur beschränkt, so dass die Gründer schon darüber witzelten, welche Werbung am besten in die regelmäßige Zwangspause passte.

„Try and Buy“ erleichtert Auswahl des neuen Applikations-Servers
„Wir mussten uns auf einmal Gedanken machen, was wir als Applikationsserver einsetzen sollten.“ Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Webserver kamen die Systeme von Sun Microsystems erneut in die Auswahl. „Wir wussten ja inzwischen, dass deren Skalierbarkeit und auch die I/O-Performance gut ist“, erzählt der Marketingspezialist weiter. Doch quasi für den privaten Gebrauch einen neuen Business-Server zu finanzieren, erschien dem Freundeskreis sehr riskant. Zumal der in Frage kommende Sun Fire T2000 Internetserver auch noch mit einer neuen Technologie aufwartete und es wenig Erfahrungswerte gab. So wäre die Entscheidung letztlich wahrscheinlich wieder auf eine gebrauchte Maschine gefallen, „wenn wir nicht von der Aktion ‚Try and Buy‘ gehört hätten“, berichtet Wehner. 60 Tage kostenlos nutzen und erst dann kaufen – falls das Gerät den eigenen Anforderungen tatsächlich entsprechen sollte – das war genau das, was den Vorstellungen der Lokalistencrew entsprach.

Die Bestellung wurde aufgegeben, der Server Ende April geliefert. Die Installation übernahmen die IT-Spezialisten von Space.Net. Sie richteten den Anwendungs-Server ein und setzten die in Java geschriebene Anwendung neu auf. Ohne Probleme. Gleichzeitig portierte Space.Net die Applikation von der alten Solaris Version auf Solaris 10. Ebenfalls ohne Probleme. Der Server ging in Betrieb und läuft seither schlichtweg ohne jegliche Probleme. Downtimes beklagen die Lokalisten inzwischen nicht mehr. Trotz weiter wachsender Zugriffszahlen. Die weitere Skalierbarkeit ist ebenfalls garantiert, dank eines Clusters mit sechs Applikations-Servern, welcher auf der Maschine installiert ist.

Übersetzung in mehreren Sprachen in Arbeit
Schon heute greifen bis zu 6000 User parallel auf die Plattform zu. Wie schon die Installation läuft auch der Betrieb reibungslos. „Kein Wunder“, lacht Schauermann, „schließlich ist die neue Maschine so stark wie acht des sechs Jahre alten Sun Webservers zusammen.“ Daher konnten die Gründer des Netzwerks auch die entfernten Features wieder integrieren. Sehr zur Zufriedenheit der Benutzerschar. Seit kurzem ist nun die Testphase ausgelaufen.Und der Server ist bereits so in den Tagesablauf integriert, dass er eigentlich schon gekauft ist.

Nun können sich die Lokalisten endlich wieder neuen Themen widmen, um ihr virtuelles Wohnzimmer noch schöner zu machen: etwa der Übersetzung der Site in die englische, französische, spanische und italienische Sprache, um auch in diesen Ländern Freunde zu vernetzen. Auch der Einbau neuer Funktionen wird diskutiert. So träumen die fünf Freunde und viele weitere Mitglieder von einem eigenen Chatsystem. Nicht zuletzt sollen auch noch mobile Services integriert werden. „Schön wäre es auch, wenn man sein Lieblingslied einspielen könnte oder einen gerade per Handy aufgenommenen Kurzfilm“, sinniert Schauermann. Doch spätestens dann ist die gerade frisch aufgefüllte Hardware-Pipeline – neben dem Applikations-Server auch noch durch einen neuen Sun Fire T1000 Webserver – wieder leer und eine neue Erweiterung fällig.

Also wird dieser Traum wohl eine Weile noch Traum bleiben. „Obwohl“, wirft Wehner ein, „unseren ersten Traum haben wir uns ja inzwischen auch erfüllt: das reale Wohnzimmer- Loft.“ Denn eins haben die Gründer der Online-Plattform von Anfang an klar gestellt: Das wahre Leben ist offline. Und das Internet nur ein Unterstützungswerkzeug für das Leben in der Realität.

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