Finanzwirtschaft

Landesbank Baden-Württemberg

Landesbank Baden-Württemberg halbiert E-Mail-Kosten und steigert Performance signifikant

Die Systeme von Sun haben die Erwartungen der LBBW nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Deshalb entschied sich die Landesbank, auch die zweite Server-Generation für die E-Mail-Kommunikation mit Notes einzuführen. Außerdem kommt die CMT-Technologie mittlerweile auch in anderen Anwendungsbereichen des Unternehmens zum Einsatz.

Anforderung

  • Gefragt waren neue Systeme, die eine Vielzahl von Notes-Abfragen parallel verarbeiten und gleichzeitig ihre Dienste ohne Ausfälle verrichten können.

Lösung

CMT-Server führen bei der LBBW bis zu 64 Rechenbefehle gleichzeitig aus und sind deshalb für das Abarbeiten vieler E-Mails prädestiniert. Die Prozessoren dieser Systeme stellen dazu mehrere leistungsfähige Arbeitskerne bereit, so dass ein Multicore-Server fünf herkömmliche Rechner ersetzen kann.

Ergebnisse

  • Die Wahl fiel auf Server von Sun mit der Technologie Chip Multi-Threading (CMT).

Produkte und Services

  • Sun Fire T2000 Server
  • Solaris 10 Operating System
  • Sun StorageTek 9990 System
  • Sun StorageTek 9990V System

Ausführliche Referenz

Mit Fusionen machte die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) in den letzten Jahren mehrfach auf sich aufmerksam: 2005 übernahm sie die BW-Bank, 2008 die Sachsen LB, die heute unter dem Namen Sachsen Bank firmiert. Im gleichen Jahr integrierte sie die Landesbank Rheinland-Pfalz – nun Rheinland-Pfalz Bank – organisatorisch und technisch in den Konzern. Gefordert war dabei nicht nur das Top Management sondern auch die IT-Abteilung.

„Die interne IT versteht sich als Dienstleister der LBBW, der den geschäftlichen Wandel mit qualitativ hochwertigen Services begleitet“, sagt Rechenzentrumsleiter Günter Mattinger. Beispiel Notes E-Mail-Client: Seine Nutzer und Nutzungszahlen waren zuvor stetig gestiegen. Die veralteten Sun Fire E10K Server, auf denen die Lösung bisher betrieben wurde, gerieten an ihre Leistungsgrenzen. „Wir begaben uns 2007 auf die Suche nach einem stabilen, zukunftsfähigen System, das ausreichend Performance bot“, blickt Teamleiter Michael Riedel zurück.

Die Wahl fiel noch im selben Jahr auf aktuelle Server von Sun, die auf der innovativen Chip Multi-Threading (CMT)-Architektur basieren. „Mit diesen Systemen konnten wir auch die späteren Fusionen bewältigen, die uns damals noch nicht bekannt waren“ – so Riedel. Die Systeme arbeiten viele Rechenbefehle – sogenannte Threads – gleichzeitig ab. Die anfängliche Skepsis gegenüber der neuen Technologie wich schnell einer breiten Akzeptanz, wie Riedel bestätigt: „Die Rechner sind absolut robust, die Anwender zufrieden und wir sparen immense Betriebs- sowie Energiekosten. Außerdem benötigen die CMT-Systeme weniger Platz als ihre Vorgänger.“ Die Migration verlief problemlos, die Erweiterung um zwei Server der nächsten Generation zum Jahreswechsel 2008/2009 ebenfalls. Mittlerweile sind rund 13.500 Notes-Anwender angebunden. Sie sind entweder bei der LBBW selbst beschäftigt oder bei einer der Töchter des bedeutenden Konzerns, der 2007 eine Bilanzsumme von 443 Milliarden Euro aufwies und mehr als 200 Filialen betreibt.


Die Server von Sun bieten mit Chip Multi-Threading ausgezeichnete Performance zu einem günstigen Preis und arbeiten absolut stabil. Wir konnten außerdem den Energieverbrauch und Platzbedarf für die Notes Hardware-Plattform signifikant reduzieren.
— Michael Riedel, Teamleiter Landesbank Baden-Württemberg

Dass sich die LBBW für Technologie von Sun entschied, liegt nicht nur an den Vorzügen des CMT-Konzepts, sondern auch an positiven Erfahrungen mit dem IT-Dienstleister. Über die Jahre hat die Landesbank außerdem intern fundiertes Wissen in Sachen Sun aufgebaut, beispielsweise hinsichtlich der Installationsprozesse. Die Verantwortlichen versprachen sich auf dieser Basis eine einfache, schnelle Migration. Und nicht zuletzt konnte das Betriebssystem Solaris, das bereits seit Anfang der 80er Jahre stetig weiterentwickelt wird, gegenüber anderen UNIX-Derivaten punkten. So hat es hinsichtlich CMT zahlreiche sinnvolle Erweiterungen erfahren, beispielsweise mit kernelübergreifendem Load-Balancing. In den Servern stecken UltraSPARC Prozessoren, welche mit jeweils acht Kernen auf einem Stück Silizium arbeiten, die wiederum mehrere Threads abdecken. Der UltraSPARC T1 Prozessor bringt es so insgesamt auf 32, der neuere T2 schon auf 64 parallele, logisch voneinander getrennte Verarbeitungsvorgänge.

Kleines Format, große Leistung

Mitte 2007 implementierte die LBBW zwei Sun Fire T2000 Server mit T1 Prozessoren. Obwohl sich die Landesbank vorab über Referenzprojekte informiert hatte, blieben Riedel und seine Kollegen skeptisch: „Wir waren dann aber überrascht, welche Leistung die Winzlinge an den Tag legten.“ Im Rack benötigt ein Server gerade einmal zwei Höheneinheiten und kann dennoch fünf herkömmliche Systeme bei gleicher Performance ersetzen. Die Investition für beide Server lag bei der Hälfte der Wartungskosten für die Altlösung, so dass der Return-On-Investment bereits bei Inbetriebnahme erreicht war. Der „Server auf einem Chip“, wie er von manchen Kunden genannt wird, beschleunigt nicht nur Anwendungen, er spart auch Strom. „Den geringeren Energieverbrauch der Sun CMT-Technologie hatten wir bei unserer Entscheidung nicht berücksichtigt“, sagt Riedel: „Angesichts steigender Strompreise sind wir heute froh über diesen zusätzlichen Vorteil der Systeme.“ Der T1-Prozessor benötigt beispielsweise nur 72 Watt und damit nicht mehr als eine herkömmliche Glühbirne. Andere Anbieter, die mehr Leistung durch eine höhere Taktrate erzielen, können hier naturgemäß nicht mithalten.

Neue Generation eingeführt

„Die neuen UltraSPARC-Systeme haben uns in jeder Hinsicht überzeugt“, resümiert Riedel. Und so verwundert es nicht, dass mittlerweile auch die zweite Generation in die beiden gespiegelten Stuttgarter Rechenzentren Einzug gehalten hat. Die Anwender sollten größere Mailboxen erhalten, wodurch die Last auf den Servern spürbar ansteigen würde. Deshalb erweiterte die Bank das bestehende System um zwei Sun SPARC Enterprise T5120 Server mit T2 Prozessoren und 64 parallelen Threads. Obwohl diese doppelt so viele Vorgänge abarbeiten können wie ihre Vorgänger, kommen sie mit zwei Watt pro Thread aus – nicht einmal 95 Watt insgesamt. Aufgrund ihrer Parallel-Kapazität eignen sich CMT-Server wie der T5120 besonders für Virtualisierung, die Administratoren mit Sun Solaris über sogenannte Logical Domains (LDoms) realisieren. Sie können jeder Domäne ihre physischen Ressourcen und eine oder mehrere Threads zuordnen.

Außerdem unterstützen diese Rechner 10-Gigabit-Ethernet und beschleunigen eine typische Server-Tätigkeit: das Ver- und Entschlüsseln von Daten. Dem T2-Prozessor hilft dabei jeweils ein für Security zuständiger Co-Prozessor pro Kern. Die CPU überträgt die kryptographischen Aufgaben an diesen Spezialisten, was die Performance erhöht.

Migration ohne Hürden

Die Migrationsprojekte der LBBW im Jahr 2007 und Ende 2008 auf die neue CMT-Technologie waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Alle Daten liegen nämlich in einem zentralen Storage Area Network (SAN), den High End Sun StorageTek 9990 und 9990V Systemen von Sun, so dass sich die Server parallel zum Produktivbetrieb installieren und dann sofort andocken lassen. Nachdem das erste System zwei Wochen Tests durchlaufen hat, schaltete die LBBW das zweite System dazu und blieb so auf der sicheren Seite. Sun beriet die Landesbank bezüglich des richtigen Sizings, unterstützte beim Aufbau der Server und sorgte für die Feinabstimmung, wobei das Unternehmen seine Spezialisten für Lotus Notes hinzuzog. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat die LBBW mittlerweile weitere Applikationsserver auf CMT-Server portiert – „mit ähnlich positiven Erfahrungen“, wie Michael Riedel resümiert.

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