Telekommunikation

COLT Telecom

Bei Utility Services zahlen Kunden nur die tatsächlich in Anspruch genommenen Rechenzentrumsdienste

COLT Telecom bietet mit seinen Utility Services eine Lösung, die den Kunden hohe Investitionen in Hard- und Software wie auch Energiekosten ersparen. Kunden tragen nur noch die operativen Kosten des tatsächlichen Verbrauchs. Dieser Vorteil schlägt sich wirtschaftlich in einer Kostenreduktion von einem Drittel gegenüber herkömmlichen Dienstleistungen nieder. 

Anforderung

  • Aufbau einer Systemumgebung, in die Kundensysteme integriert werden und in der sich Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität dynamisch erweitern oder reduzieren lassen
  • Volle Unterstützung der drei Betriebssysteme Windows, Linux und Solaris sowie der Plattformen x64 und SPARC

Lösung

Implementierung eines auf Sun Cluster beruhenden Hardware-Mixes aus Sun Fire E2900 Servern sowie den Galaxy Modellen Sun Fire X4100 Server bis Sun Fire X4600 Server. Einsatz von Solaris 10 als verbindendes Betriebssystem zwischen SPARC und x64 basierten Systemen.

Ergebnisse

  • Integration verschiedener Prozessorwelten.
  • Sichere Konsoliedierung verschiedenster Anwendungen.
  • Steuerung und Überwachung der Systeme.
  • Transparente Abrechnung.
  • Aufwandeinsparungen für die Kunden.
  • Kosteneinsparungen von einem Drittel.

Produkte und Services

  • Solaris Cluster
  • Sun Fire E2900 Server
  • Sun StorageTek 9990 System
  • Sun StorageTek SL500 Modular Library System

Ausführliche Referenz

Seit kurzem entwickelt sich mit Utility Services eine neue Klasse externer IT-Leistungen, die schneller als bisher und vor allem bedarfsgerecht erbracht werden. Kunden bezahlen nur noch das, was sie tatsächlich verbraucht haben. COLT Telecom wird nach Einführung einer neuen Systemarchitektur zum Vorreiter dieses neuen Dienstes.

Das Phänomen kennt jeder Rechenzentrumsnutzer: „In Rechenzentren schwankt die Aus - lastung der Server in Abhängigkeit von der jeweiligen Nutzung durch die Anwender.“ weiß Frank Budenz, Head of CMS Consulting bei COLT Telecom. Um alle Anforderungen sicher erfüllen zu können, muss die Leistungsfähigkeit eines Rechenzentrums an der Spitzen be - lastung ausgerichtet sein. Mit der Folge, dass in der meisten Zeit nur ein niedriger Anteil der Kapazitäten genutzt wird. „Nach unseren Erfahrungen sind herkömmliche Server durchschnittlich nur zu etwa 15 Prozent ausgelastet“, hat Budenz ermittelt.

Nach eingehender Analyse war das Ziel formuliert, eine Lösung zu finden, die die vorhandenen IT-Systeme zukünftig intelligenter nutzt und die Hosting-Dienstleistungen von COLT um ein attraktives Angebot ergänzt. Fündig wurden Budenz und sein Team bei Sun Microsystems.

Auf Qualität und Sicherheit legt das Unternehmen bei den eigenen Dienstleistungen besonderen Wert. Mit 50.000 Geschäftskunden und 14 eigenen Rechenzentren gehört COLT zu den größten europäischen Festnetzanbietern. In Deutschland belegt das Unternehmen den dritten Rang unter den alternativen Anbietern. Der Telekommunikationsprovider verbindet über das eigene, 20.000 Kilometer lange Glasfasernetz Geschäftskunden mit hochqualitativen Kommunikationslösungen in den Bereichen Sprache, Daten und Managed Services. Regel - mäßige Zertifizierungen nach BS- und ISO-Standard durch internationale Prüfinstitute belegen die Erfüllung der Qualitäts- und Sicherheitsansprüche in der Praxis.

Mit Integration zum Ziel
Bei herkömmlichen Hosting-Lösungen entstehen bei den Server-, Netzwerk- und Sicherheitskomponenten teilweise erhebliche Redundanzen. „Der hohe Arbeitsaufwand und die damit verbundenen Kosten veranlassten uns, eine vollkommen neue Infrastruktur einzurichten. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gemacht, eine integrierte Umgebung aufzubauen, in der sich Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität dynamisch erweitern oder reduzieren lassen“, erklärt Budenz den Projektstart.

Budenz und sein Team analysierten den Markt nach Virtualisierungstechniken, die für den harten Einsatz im Produktivbereich unter den Aspekten Verfügbarkeit, Kontinuität, Stabilität und Ausfallsicherheit infrage kamen. „Nach der Beurteilung der Angebote stand fest, dass wir unsere hohen Anforderungen ausschließlich auf Basis von Sun Solaris 10 erfüllen konnten und haben uns für Sun Microsystems als Ausstatter entschieden“, erläutert Budenz die Wahl. Nach einer äußerst positiv verlaufenden Teststellung mit Realdaten hat COLT den auf Virtu - alisierung spezialisierten Sun Lösungspartner TDN mit der Verwirklichung des anspruchs - vollen Projekts beauftragt.

Solaris 10 integriert die Welten
Innerhalb von einem dreiviertel Jahr war das System bei COLT vollständig eingerichtet, dessen Hardware-Landschaft vornehmlich aus Mittelklasseservern Sun Fire E2900 sowie den Multiplattformservern Sun Fire X4100 bis Sun Fire X4600 in einer Clusterformation besteht. Als Festplattenspeicher sind Sun StorageTek 9990 Systeme im Einsatz, für die Archivierung sind Sun StorageTek StreamLine SL500 Modularbibliotheksysteme im Einsatz. Solaris 10 verbindet die verschiedenen Prozessorwelten und zeichnet sich durch die sichere Konsolidierung verschiedenster Anwendungen in maßgeschneiderten und isolierten Zonen, Container genannt, aus. Mit Solaris 10 können auf einem Server mehrere Container angelegt werden, von denen jeder wie ein eigenes, von den anderen strikt abgetrenntes Computersystem fungiert.

Transparente Abrechnung wie beim Strom
Während die Server-Steuerung auf Basis von Sun Cluster Software erfolgt, ist das System Monitoring eine Eigenentwicklung von TDN mit einer Entwicklungszeit von fast fünf Personenjahren. Diese Software übernimmt die komplette Steuerung und Überwachung der Systeme sowie deren verbrauchsgerechte Abrechnung. Das Prinzip ist vergleichbar mit der Stromabrechnung, die sich aus dem tatsächlichen Verbrauch – abgelesen am Stromzähler– ergibt.


Durch den Einsatz der hocheffizienten Virtualisierungstechnik von Solaris 10 bieten wir unseren Kunden in kürzester Zeit maßgeschneiderte Dienstleistungen bei verbesserten Konditionen.
— Frank Budenz, Head of CMS Consulting COLT Telecom

Kunden sparen erheblichen Aufwand
Ein Kunde braucht sich ab jetzt nur noch um seine Anwendungen zu kümmern. Jeglichen Aufwand der Realisierung übernimmt COLT. Zu den Leistungen gehört eine breite Palette von Aufgaben, wie die Bereitstellung, Pflege und Erweiterung der Hardware, das Updaten, Upgraden und Patchen der Betriebssysteme oder der Anwendungen, die Konfiguration der Systeme und des Netzwerkes sowie der Firewalls, das Rund-um-die-Uhr-Überwachen und das proaktive Monitoring, also das vorausschauende Erkennen möglicher Engpässe.

Kunden können beispielsweise mit einem kleinen System beginnen und im Laufe der Zeit mit der Lösung wachsen, ohne dass Migrationskosten entstehen. „Beauftragt ein Kunde eine Kapazitätserweiterung beispielsweise in Form eines neuen Servers, hat er in wenigen Stunden sein Betriebssystem, sein Netzwerk und seinen Internet-Zugriff – einschließlich des Einpflegens in das Backup-System und ins Monitoringsystem“, betont Budenz und ergänzt nicht ohne Stolz: „In einem Fall konnten wir einen neuen Kunden gewinnen, für den wir innerhalb eines Tages fünf neue Server eingerichtet haben.“

Kostenersparnis von einem Drittel
Je nach Art der genutzten Dienste beträgt der Kostenvorteil für den Kunden rund ein Drittel gegenüber herkömmlichen Architekturen. Damit liegt COLT Telecom offensichtlich auf dem goldrichtigen Weg. Das zeigen die Reaktionen der Kunden. In einer Befragung zur Zufriedenheit mit dem Managed Service erzielte COLT die Note neun bei einer Höchstnote von zehn.

Wie viel Wert COLT Telecom auf Qualität legt, zeigt die zugesicherte Verfügbarkeit des Netzwerkes. Der Dienstleister gewährleistet seinen Kunden einen Verfügbarkeitsgrad von bis zu 99,99 Prozent. Grundlage dafür ist die redundante Auslegung nahezu aller Infrastrukturen durch ringförmig angelegte Verbindungen. Im Fall einer Verbindungstrennung wird der Datenverkehr innerhalb weniger Millisekunden über den anderen Zweig geleitet, so dass die Störung höchstwahrscheinlich überhaupt nicht wahrgenommen wird.

Mit der Entscheidung für Sun Microsystems und die Wahl von Solaris 10 als Betriebssystem zeigt sich Budenz sehr zufrieden: „Die Systeme laufen absolut stabil. Bis heute hatten wir keinen einzigen Ausfall der Plattform.“ Da sich das Modell mit einem Returnon-Investment von 12 Monaten hervorragend rechnet, plant COLT derzeit, das Konzept der Utility Services in weiteren europäischen Rechenzentren zu implementieren.

Leistung und Effizienz
CoolThreads und Solaris 10 – verbesserte Auslastung ohne Einbußen bei der Stabilität.
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