BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH

BSH – Marktführer spart Energie mit IT-Umgebung von Sun Microsystems

BSH hat sich für eine durchgängige Betriebssystemplattform im gesamten SAP-Umfeld entschieden. Das Virtualisierungskonzept in Solaris in Verbindung mit der N1 Advanced Architecture for SAP gewährleistet die gewünschte hohe Flexibilität. Das Sun Preventive Services (SPS) Servicekonzept hat zudem den Fokus der Administratoren von der reaktiven auf die proaktive Herangehensweise zur Verhinderung von Störfällen verlagert. Zudem hat sich die Energieeffizienz massiv verbessert. So spart BSH in der neuen Umgebung im Vergleich zur alten bei gleichzeitiger Verdoppelung der Leistungsfähigkeit rund 59% des bisherigen Energiebedarfs ein und reduziert seinen Kohlendioxydausstoß jährlich um 792 t.

Anforderung

  • Umstellung der gesamten SAP-Landschaft auf moderne Hardware
  • Hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität
  • Höhere Energieeffizienz
  • Zukunftssicherheit

Lösung

Die Lösung basiert auf im Metrocluster bzw. Cluster integrierten Sun SPARC Enterprise M9000 Servern und Sun StorageTek 9990V Storage sowie Sun SPARC Enterprise M5000 Servern und auf AMD basierten x86 Blade-Servern in Verbindung mit einem Zonenkonzept.

Ergebnisse

  • Stromersparnis um 59% pro Jahr bei gleichzeitiger Leistungssteigerung um 108%.
  • Reduzierung des Wartungsaufwands
  • Zukunftssichere Lösung, die durch hohe Skalierbarkeit und Flexibilität besticht,
  • Ein einziger Ansprechpartner im Störungsfall.

Produkte und Services

  • Sun SPARC Enterprise M9000 Server
  • Sun SPARC Enterprise M5000 Server
  • Sun Blade 6000 Modular System
  • Sun StorageTek 9990V System
  • Solaris 10 Operating System

Ausführliche Referenz

Im Bereich der Weißen Ware gehört die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH zu den weltweit führenden Herstellern. Das 1967 gegründete Joint Venture zwischen Siemens und Bosch ist mit rund 8,76 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008 Marktführer in Deutschland und in Westeuropa die Nummer Eins. Heute besitzt die BSH 42 Fabriken in 13 Ländern in Europa, USA, Lateinamerika und Asien. Zusammen mit einem weltumspannenden Netz von Vertriebs- und Kundendienstgesellschaften sind heute rund 70 Gesellschaften in über 40 Ländern mit rund 39.000 Mitarbeitern für die BSH tätig.

Entsprechend vielseitig muss auch die hauseigene IT-Abteilung agieren. Hauptsächlich auf Basis von SAP stellt das Team die Informationen für sämtliche Standorte der BSH zur Verfügung. Nach einer 2001 angesetzten Konsolidierungs- und Standardisierungsphase wurden die früher europaweit dezentral betriebenen Systeme im Corporate DataCenter (CDC) der BSH in einer zentralen Umgebung positioniert. Hier sind alle Plattformen beheimatet, die die Fertigung, den Vertrieb, den Kundendienst und die Unternehmenssteuerung der europäischen Standorte betreffen.

Am Limit: hoher Stromverbrauch und Klimatisierung belastet Rechenzentren

Nachdem die nach der Jahrtausendwende eingeführten Anlagen mittlerweile erneut abgeschrieben und überdies die Wartungskosten gestiegen waren, standen die IT-Spezialisten im Jahr 2007 ein zweites Mal vor der Aufgabe, ihre vorwiegend auf Sun Microsystems basierende Hardware auf den neuesten Stand zu bringen. „Die von uns genutzten Geräte waren langsam und ineffizient geworden. Auch wurde der Platz in den Rechenzentren allmählich knapp, so dass sich Probleme mit der Klimatisierung ankündigten“, erklärt Wolfgang Kopp. Und schließlich sei der Stromverbrauch der Serverlandschaft enorm gewesen. „Als Unternehmen, das bei seinen Produkten das Thema Energieeffizienz stark betont, achten wir auch bei unserer eigenen Ausstattung sehr auf ökologische Aspekte. Daher mussten wir uns dieser Herausforderung schnellstmöglich stellen“, fährt der Infrastructure Manager bei BSH fort.

Mehr Sicherheit, mehr Platz in den Rechenzentren und das Thema Green IT waren daher wichtige Kriterien, die bei der Auswahl der neuen Plattform eine Rolle spielten. Berücksichtigt werden musste auch die enorme Datenbasis, die je produktivem SAP-System mehrere hundert Gigabyte und in Einzelfällen sogar bis zu 5 Terabyte beträgt. Aufgrund der globalen Präsenz der BSH müssen alle Systeme zudem rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Ausfälle bereits im Stundenbereich führen zu Produktionsstillständen, Einbußen im Vertrieb, oder sie resultieren darin, dass der Kundendienst nicht mehr verfügbar ist – was zu einem schlechten Image bei den Endkunden führen würde. Entsprechend wichtig seien auch die Punkte Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Flexibilität und Effizienz bei der Entscheidung gewesen – und natürlich die Kosten sowie die Notwendigkeit, die IT-Landschaft mit nur wenigen IT-Mitarbeitern betreiben zu können, erinnert sich Kopp: „Zudem wussten wir von Anfang an, dass uns bei einer äußerst komplexen Umgebung nur ein sehr kurzes Zeitfenster und damit wenig Flexibilität für den Umzug zur Verfügung stehen würden.“

All diesen Bedingungen mussten sich die IT-Spezialisten stellen, die BSH nach gründlichen Voruntersuchungen in einer Ausschreibung um Angebote bat. Sämtliche namhaften Lösungs- und Hardware-Lieferanten hierzulande wurden angesprochen, um die optimale Variante in Bezug auf Risikominimierung, Kosten, Innovation, Zukunftssicherheit, Stabilität zu finden. Die Entscheidung fiel schließlich für Sun Microsystems, „weil dieses Angebot unseren Ansprüchen an Stabilität am besten entsprach. Dazu kam, dass die darin enthaltenen Systeme eine Weiterentwicklung eines bereits bewährten Konzepts bedeuteten und unser Ausfall- oder Fehlerrisiko somit am geringsten erschien“, bedeutet der Infrastructure Manager.

Scale-up trifft Scale-out

Den gewählten Scale-up-Ansatz mit einer Client-Server-Umgebung und hochskalierbaren sowie hochredundanten Servern im Datenbankumfeld kombinierten die IT-Spezialisten mit einem Scale-out-Ansatz im Applikationsbereich: vielen kleinen, standardisierten Servertypen mit ausgefeiltem Provisionierungskonzept, das die Kosten niedrig hält. Als Betriebssystem dient dabei durchgängig Sun Solaris 10. Der Datenbankbereich basiert auf Sun SPARC Enterprise M9000 Servern, die in eine Metroclusterumgebung integriert sind, welche sich durch die Erweiterung der CDC-Fläche durch einen zweiten Standort im Großraum München realisieren ließ. Die gesamte Umgebung besteht somit aus zwei Datenbankmaschinen, die an den zwei zirka 25 km voneinander entfernten Rechenzentren positioniert und über Glasfaserleitungen miteinander verbunden sind. Das Sun Management Center überwacht die nach einer fundierten Analyse eingerichtete und für die hohen Durchsätze der Datenbanken konzipierte SAN-Umgebung des Metroclusters. So lassen sich eventuelle Hardware-Ausfälle problemlos abfangen. Zwei ebenfalls an den beiden Standorten positionierte hochskalierbare, hochredundante und auf höchsten Durchsatz ausgelegte Sun StorageTek 9990V Systeme runden die Umgebung ab.

Im Applikationsumfeld setzt BSH auf Sun Blades mit AMD basierten x86 Servern. Eine dritte Plattform nimmt die komplette Entwicklungs- und Testumgebung sowie kleinere, weniger kritische produktive SAP-Systeme auf. Insgesamt fünf, ebenfalls auf beide Standorte verteilte Sun SPARC Enterprise M5000 Server im Grid-Verbund bilden die Basis für 70 virtuelle Systeme, die mit Hilfe von Solaris Containern realisiert sind. „Diese Methode erlaubt uns, die einzelnen Applikationen flexibel zwischen den einzelnen Rechnern hin und herzuschalten“, freut sich Kopp. Sollte ein Rechner komplett ausfallen, lassen sich die wichtigen Systeme dank dem Zonenkonzept der Solaris Container zudem zeitnah auf einem der anderen Rechner hochfahren, „oder aber ich kann zu Wartungszwecken einen Rechner frei machen, indem ich die darauf implementierten Lösungen kurzfristig auf andere Rechner verlagere“, erläutert er weitere Vorteile.


Nicht zuletzt haben wir durch die Umstellung unsere Energieeffizienz massiv verbessert: In Summe hat sich der Energiebedarf für die gesamte SAP-Infrastruktur um 59% respektive von 246 kW auf 100 kW reduziert. Gleichzeitig hat sich die Leistungsfähigkeit der Server um 108% erhöht. Das bedeutet eine Steigerung des Leistungsindex von 18,41 auf 38,34.
— Wolfgang Kopp, , Infrastructure Manager BSH

Bei der Provisionierung von Software setzen die IT-Spezialisten auf N1 Advanced Architecture, einem im Haus seit langem bekannten Produkt. Die Administratoren der BSH setzen es erfolgreich ein, um neue Rechner schnell in Betrieb zu nehmen, und jederzeit einen guten Überblick über die Systeme und die Auslastung der Rechner zu haben, und nutzen es auch zur Verlagerung von virtuellen Systemen. Auf diese Weise ist das IT-Team flexibel und kann kurzfristig auf Performance- und Kundenanforderungen reagieren.

Sun SPS: von reaktiver Wartung zum proaktiven Konzept

Dass eine solch komplexe Architektur nicht in wenigen Tagen umgesetzt werden kann, ist selbstverständlich. So dauerte es ein gutes Jahr – von Mai 2008 bis April 2009, bis die neue Plattform komplett in Betrieb genommen werden konnte. „Sun Microsystems konnte die neue Umgebung ja nicht komplett auf der grünen Wiese aufbauen, sondern in einem ersten Schritt nur die erste Hälfte der neuen Umgebung am neuen CDC-Standort bereitstellen. Darauf basierend mussten wir im Anschluss in unserer produktiven Umgebung sukzessive Altsysteme außer Betrieb nehmen und ersetzen, um überhaupt in der Lage zu sein, neue Komponenten dort in Betrieb nehmen zu können. Denn wir waren mit unseren Strom- und Klimakapazitäten bereits am Limit“, beschreibt der IT-Spezialist die kritische Umstellungsphase. 13 Monate lang waren sämtliche beteiligten Kollegen – rund 50 von BSH und zehn von Sun Microsystems – quasi im Dauereinsatz, da die produktiven Systeme aufgrund der notwendigen Downtimes nur an den Wochenenden umgestellt werden konnten. An solchen Tagen musste etwa auch eine alte Produktivumgebung mit einer mehreren Terabyte großen Datenbank über eine langsame und in der Bandbreite begrenzte WAN-Verbindung an den Zielstandort München übertragen werden. „Natürlich war das schwierig. Doch letztlich hat alles super funktioniert, und wir haben es – auch dank der doppelten Projektleitung von Sun Microsystems und uns – geschafft, insgesamt 50 SAP-Systeme so umzuziehen, dass die Anwender in keinem einzigen Fall negativ beeinflusst wurden“, zieht Kopp Bilanz.

Seither freut sich die IT-Mannschaft von BSH über eine durchgängige und den Mitarbeitern aufgrund der Vorgängerlösung bereits vertrauten Betriebssystemplattform im gesamten SAP-Umfeld. Das Zonenkonzept in Verbindung mit N1AA gewährleistet die gewünschte hohe Flexibilität. Das Sun Preventive Services (SPS) Servicekonzept hat zudem den Fokus der Administratoren von der reaktiven auf die proaktive Herangehensweise zur Verhinderung von Störfällen verlagert. „Auch das scheint sich ganz gut zu bewähren“, zeigt sich Kopp zufrieden.“ Nachdem die durchgängige Plattform und die in ihrem Umfeld eingesetzten Software-Lösungen von einem einzigen Anbieter kommen, genüge im Störungsfall auch ein einziger dedizierter Ansprechpartner. „Nicht zuletzt haben wir durch die Umstellung unsere Energieeffizienz massiv verbessert: In Summe hat sich der Energiebedarf für die gesamte SAP-Infrastruktur um 59% respektive von 246 kW auf 100 kW reduziert. Gleichzeitig hat sich die Leistungsfähigkeit der Server um 108% erhöht. Das bedeutet eine Steigerung des Leistungsindex von 18,41 auf 38,34“, lautet das Resumé des Infrastructure Managers. Darüber hinaus hat BSH seinen Kohlendioxydausstoß jährlich um 792 t minimiert. „Als umweltbewusster und 2008 sogar zu Deutschlands nachhaltigstem Unternehmen gewählter Konzern ist das für uns ein unschlagbares Lob.“

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