Durch den Umstieg auf eine offene Architektur erzielt die BARMER Zeit- und KosteneinsparungenHohe Zeitersparnis in der Verteilung, Installationund Administration der SAP Anwendungen durch die erweiterte Sun N1 Advanced Architecture (Sun N1 AA). Eine Virtualisierung von Applikationen kann von jedem Arbeitsplatz gesteuert werden. Die Cloning-Funktion ermöglicht in kurzer Zeit die Duplizierung kompletter SAP-Systeme. Anforderung
LösungAblösung Mainframe-basierter Anwendungen auf eine offene Architektur aus Komponenten von SAP und Sun mit dem Ziel einer höheren Flexibilität und Wirtschaftlichkeit im Rechenzentrumsbetrieb. Ergebnisse
Ausführliche ReferenzDie Forderung nach geschäftlichem Wachstum in einer dynamischen Umgebung konnten die proprietären Systeme der BARMER nur noch bedingt erfüllen. Mit dem Ziel, die Informations- und Arbeitsprozesse zu beschleunigen und die Systemlandschaft zu verschlanken, hat die BARMER in nur vier Monaten auf eine offene Architektur aus Komponenten von SAP und Sun Microsystems umgestellt. 1884 gegründet, war die Barmer bereits 1931 als mitgliederstärkste Krankenkasse in Deutsch - land. Diese Markführerschaft hat sie bis heute behauptet und ist mit rund sieben Millionen Versicherten die größte Krankenkasse Deutschlands. Rund 1.000 Geschäftsstellen bundesweit garantieren die Nähe zu Versicherten, Betrieben und medizinischen Leistungserbringern. Mehr als 17.000 Mitarbeiter stehen den Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Eine gute Versor - gung wirtschaftlich gestalten, Bürokratie abbauen und kompetent beraten – das sind die drei wichtigsten Aktionsfelder der BARMER. Bei der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle wie den strukturierten Behandlungsprogrammen für chronisch Kranke und der integrierten Versorgung nimmt sie im deutschen Gesundheitswesen eine Vorreiterrolle ein. Eine effiziente IT-Architektur ist wesentliche Voraussetzung für schnelle Kommunikation und kurzfristige Erfüllung anfallender Aufgaben. Die bis vor kurzem für die Sachbearbeitung eingesetzten fast 25 Jahre im Einsatz befindlichen Mainframe-Anwendungen näherten sich unauf - haltsam der Leistungsgrenze und waren zukünftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
“
Wir sind äußerst zufrieden mit der
Entscheidung, auf Sun gesetzt zu haben.
Trotz unserer hohen Terminanforderung
hat das erfolgreiche Projekt allen
Beteiligten eine große Portion Spaß
gemacht, wozu auch der rasch entstandene
Teamgeist beigetragen hat.
”
— Volker Haak, Diplom-Wirtschaftsinformatiker Abteilungsleiter Account Management der gkv informatik
Eine von Grund auf neue Soft- und Hardwarelösung war erforderlich geworden, um hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit auch in Zukunft sicherzustellen. Als Softwarebasis hat die Krankenversicherung Standardmodule von SAP unter anderem für die Bereiche Finanzbuch - haltung, Materialwirtschaft, Lagerwirtschaft, Controlling, Personalabrechnung, Projekt - steuerung, Haushaltsmanagement sowie Treasury ausgewählt. Für die Umstellung des Beitragswesens hat sich die BARMER für den Einsatz der Branchenlösung oscare entschieden. Die europaweit durchgeführte öffentliche Ausschreibung für die Mehrsystemlandschaft aus Entwicklungs-, Test-, Schulungs- und Produktivsystemen erfolgte funktional und setzte Schwerpunktanforderungen an Hochverfügbarkeit, Datenkonsistenz, Skalierbarkeit, Zu - kunftsfähigkeit sowie Wirtschaftlichkeit. Aus Backup- und Sicherheitsgründen waren zwei Rechenzentren an unterschiedlichen Orten zu bestücken. Grundsätzlich standen drei unterschiedliche Lösungswege zur Diskussion: ein rein Host-basierter Weg, eine Kombination aus Host und UNIX- Systemen sowie eine Lösung, die gänzlich auf UNIX setzt.
Die beste Lösung Die Serverlandschaft für die SAP-Classic Umgebung und das SAP-Portalsystem bilden die Sun Fire E6900 Server und ein Sun Fire E20K Server. Der SAP Solution Manager wurde auf zwei Sun Fire V240 Servern implementiert. Als Backup Server fungieren zwei Sun Fire V490 Server. Die Hochverfügbarkeit aller Systeme wird entweder durch das Sun Cluster oder durch die Sun N1 Advanced Architecture (N1AA) erreicht. Die Kommunikation zum SAN übernehmen je zwei Brocade SilkWorm 24000 Director Switches. Sie steuern je ein hochausbaufähiges Festplattensystem Sun StorageTek 9980 sowie je eine Bandbibliothek vom Typ Sun StorageTek L700e System mit je zehn LTO- 2 Laufwerken an. Als Betriebssystem ist derzeit noch Solaris 9 im Einsatz. In Kürze erfolgt der Umstieg auf Solaris 10.
Beschleunigte Virtualisierung Unterstützt wurde der zügige Projektverlauf dadurch, dass Entwicklungsingenieure von Sun von vornherein zum Team gehörten. Das Feintuning führte zu einer hervorragenden Performance der Portalumgebung, wie sich im Lasttest zeigte. Nachdem alles implementiert und die Systemstabilität geprüft war, stellte man die neue Architektur in einem Katastrophentest auf die Bewährungsprobe. Dazu wurde die gesamte Sun SAP-Infrastruktur eines Rechenzentrums kurzerhand abgeschaltet. Die anfallenden Aufgaben wurden von der Sun Infrastruktur des zweiten Rechenzentrums in der vorgegebenen Zeit – weniger als vier Stunden– komplett übernommen. Wirtschaftlicher Nutzen des Projekts Für die Systemverantwortlichen liegt der Hauptnutzen in der hohen Verfügbarkeit und Flexibilität der neuen Architektur. SAP-Systeme können mit allen erforderlichen Komponenten sehr kurzfristig auf anderen vorhandenen Ressourcen bereitgestellt werden. Die Anwender freuen sich über die hohe Performance, die sich in einer durchschnittlichen Antwortzeit von weniger als einer Sekunde niederschlägt. Die Gesamtheit dieser Vorteile führt zu messbaren Kostensenkungen. Die im IT-Bereich begonnene Partnerschaft mit der AOK Systems hat mittlerweile weitere Früchte getragen. Sieben AOKn und die BARMER haben gemeinsam das Tochterunternehmen gkv informatik gegründet. Das Geschäftskonzept der gkv informatik besteht in der Bereitstellung und Optimierung der zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben öffentlich-rechtlicher Krankenkassen notwendigen Informations- und Kommunikationstechnologie. Übergeordnete Zielsetzung ist es, einerseits die Service-Qualität zu erhöhen, und andererseits die damit verbundenen Kosten zu senken. Die Daten von rund 25 Prozent der in den gesetzlichen Krankenversicherungen Versicherten werden bei der gkv informatik Verarbeitet. |
Leistung und Effizienz
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