Deutsche Apotheker- und Ärztebank rüstet sich mit effizienter ILM-Storage-Lösung für die ZukunftDer administrative Aufwand für die Lenkung und Überwachung der Speicherprozesse ist deutlich gesunken. Das neue ILM-System ermöglicht die gesamte Steuerung des fast 30 Terabyte großen Datenbestandes mit nur einem Mitarbeiter. Die Backup-Zeiten haben sich auf maximal acht Stunden halbiert. Anforderung
LösungImplementierung eines Information Lifecycle Management Systems auf Basis von zwei Sun StorageTek 9980 Systemen, Sun StorageTek L700 Bandbibliotheken und Sun StorageTek Enterprise Storage Manager. Ergebnisse
Ausführliche ReferenzPanzertürbewehrte Banktresore sicherten vormals in Geldinstituten die monetären Besitz - tümer ihrer Kunden. Heute dagegen werden Vermögenswerte hauptsächlich in Form von elektronischen Daten in den Rechenzentren der Finanzinstitute abgebildet. Was auf den ersten Blick als drastischer Wandel scheint, ist in der Verpflichtung der Bestandswahrung jedoch gleich geblieben, nämlich zu schätzen, was zu schätzen ist. IT-Abteilungen in Geldinstituten unterhalten zu diesem Zweck aufwändige Systeme für Daten- Speicherung und -Recovery. Eine mit der erforderlichen Sicherheit verbundene Ausführung verursacht bei herkömmlichen Speicherverfahren gehörige Kosten für Technik und Personal. In einem bemerkenswerten Projekt wurde eine grundlegend neue Speicherlösung mit dem Ziel implementiert, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig den finanziellen und administrativen Aufwand zu senken. Sun Microsystems hat die Lösung entwickelt und den gesamten Prozess von der Umsetzung bis zur Einführung als Generalunternehmer verantwortet. Mit einer Bilanzsumme von über 31 Milliarden Euro, rund 300.000 Kunden und 50 Filialen in Deutschland ist die apoBank die größte deutsche genossenschaftliche Primärbank. Schwer - punkt ist die umfassende Betreuung der akademischen Heilberufe in finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen.
“
Die hohe Effizienz und Zuverlässigkeit
der implementierten ILM-Storage-Lösung
ermöglicht es, das Datenmanagement für
unsere rund 150 Fachanwendungen mit
nur einem Mitarbeiter auszuführen.
”
— Dr. Lars Knohl, stellvertretender Bereichsleiter Informatik und Organisation, Deutsche Apotheker- und Ärztebank.
Technische Engpässe nicht akzeptabel Zusätzlich wurden in den letzten Jahren folgenreiche gesetzliche Vorgaben erlassen. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforde - rungen an das Risikomanagement in deutschen Kreditinstituten beispielsweise sowie die Einführung der digitalen Betriebsprüfung erhöhten die Ansprüche an die Nachvollziehbarkeit der Geschäftsvorgänge und machten von der gesetzlichen Seite her eine Vereinfachung des Datenzugriffs erforderlich.
Analyse führt zu weit reichenden Umstellungen
ILM als Vorgabe Vorgaben waren unter anderem eine hohe Performance, standardisierte Schnittstellen, Ausbaufähigkeit für zukünftige Anforderungen, Kompatibilität zu bestehenden Systemen, Plattform-Unabhängigkeit, die Möglichkeit der Rückmigration und die redundante Auslegung der Speichersubsysteme. Zudem bestand die Vorgabe, einen redundanten parallelen Zugriff auf Daten zu konfigurieren und die Archivierung gemäß GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) gestalten zu können.
Alles aus einer Hand
Die Lösung im Detail Als Managementsoftware sind neben Legato NetWorker auch Sun StorageTek SAM-FS Software (SAM-FS) und Sun StorageTek Enterprise Storage Manager (ESM) im Einsatz. Mit ESM kann die gesamte Speicherumgebung von den SAN-Komponenten über den Plattenspeicher bis hin zu den Bandrobotern überwacht und verwaltet werden. Die Steuerung der Bandroboter wurde über die ACSLS (Automated Cartridge System Library Software) virtualisiert. Thilo Schöning erklärt: „Diese Technologie erlaubt es, den endgültigen Archivierungsprozess auf die Bänder in einem kontinuierlichen Datenfluss abzuwickeln. Dadurch ist der Prozess deutlich kürzer und reduziert die physikalische Belastung der Bänder.“
Erfolgsprojekt| „Wir sind höchst zufrieden mit dem neuen System“, erklärt Thilo Schöning, „die Backup-Zeiten haben sich von früher 12 bis 16 auf jetzt sechs bis höchstens acht Stunden halbiert und der Systemaufwand ist trotz des stark angewachsenen Datenvolumens gleich geblieben.“ Mit den Informationen über die tatsächlich vorgenommene Speichernutzung pro System ist es der apoBank jetzt möglich, verursachergerechte Abrechnungen vorzunehmen und deutlich mehr Gemeinkostentransparenz zu erzeugen. Dr. Knohl äußert als Resümee hohe Anerkennung: „Das Projekt verlief äußerst professionell - und zwar durchgängig, von der Ausschreibung bis zur Abnahme“. |
| ||